PAULA ANGUITA SOLIS DE OVANDO

Geboren in Santiago de Chile, 1978

UNIVERSITÄTSSTUDIEN
2016 - 2017 Master im Fläche Design, Kunsthochschule Berlin Weißensee. Berlin, Deutschland.
2008 - 2009 Magíster für Bildende Künste, Universität Chile, Santiago, Chile
2003 - 2004 Graphik im Institut Quasar, Rom, Italien
1996 – 2000 Diplom für Bildende Künste, Universität Finis Terrae. Santiago, Chile.

RESIDENCE
2013 GlogauAIR-Residence Programm für Künstler. Berlin, Deutschland.

EINZELAUSTELLUNGEN

2017 Deathline, Galerie Patricia Ready, Santiago, Chile
2013 Ars Mutandi, Zwitschermaschine Galerie. Berlín, Deutschland.
2011 Schmerzlosigkeit, Galerie Patricia Ready, Santiago, Chile
2010 Falten, Museum für zeitgenössische Kunst, MAC. Valdivia, Chile
2010 Ibidem, daselbst. Galerie Animal. Santiago, Chile
2008 Der Nachen der Irren, Galerie BECH. Santiago, Chile
2006 Pulsion, Goethe-Institut, Santiago, Chile
2003 Es war einmal..., Instituto Alemán ''Deutsches Lehrerbildungsinstitut Wilhelm von Humboldt'', Santiago, Chile

KOLLEKTIVE AUSSTELLUNGEN

2016 After the Change, Kunst Mitte Galerie. Berlín, Deutschland.
2014 Kunstmesse NordArt. Carlshütte, Deutschland.
2014 Identitäten/ Interferenzen/ Verbindungen, Chilenischen Botschaft, Berlín, Deutschland.
2014 International Kunstmesse Art Lima. Lima, Perú.
2013 SLICK Art Fair. Paris, France.
2013 CUTLOG Art Fair. Paris, France.
2013 Babylon, Wendt+Friedmann Galerie. Berlín, Deutschland.
2013 International Kunstmesse Art Lima. Lima, Perú.
2013 Offene Ateliers Ausstellung, GlogauAIR-Artist in Residence. Berlin, Deutschland.
2012 Internationale Messe für zeitgenössische Kunst und Moderne Kunst Miami, Art Miami. Miami, EEUU.
2012 Chilenische Messe für zeitgenössische Kunst, CHACO, Santiago, Chile
2012 Zeichen, Au?erordentliches, Wunder. Kulturzentrum Las Condes, Santiago, Chile
2011 Absolut Illusion Vodka, Galerie AMS Marlborough, Santiago, Chile
2011 Chilenische Messe für zeitgenössische Kunst, CHACO, Santiago, Chile.
2010 Galerie Artespacio, Santiago, Chile
2010 13 MAL 13, Universität Talca, Santiago, Chile
2010 Chilenische Messe für zeitgenössische Kunst, CHACO Santiago, Chile
2010 Zum Thema Collage, Galerie AMS Marlborough. Santiago, Chile.
2009 Der Absolvent, Galerie Concreta, M100, Santiago, Chile.
2009 Chilenische Messe für zeitgenössische Kunst, CHACO, Santiago, Chile
2009 Kunstbiennale von Peking, Turn on, Tune In, Drop out. Peking, China
2009 Collage in Chile (1941-2009), Nationales Kunstmuseum. Santiago, Chile
2009 Aufgebrachte Szene, Saal Null, Galerie Animal. Santiago, Chile.
2009 13/1, Saal Juan Egenau, Universität Chile, Santiago, Chile
2008 Atelierausstellung Eugenio Dittborn. Galerie D21. Santiago, Chile
2003 Ich komme sofort zurück, gemeinsam mit Pedro Tyler. Spanisches Kulturzentrum, Santiago, Chile
2001 Auswahl zum Wettbewerb Junge Kunst, Nordamerikanisches Kulturinstitut, Valparaíso, Chile
1998 Intervention im Kulturzentrum Perrera, Santiago, Chile

STIPENDIEN / PREISE

2009 Nominierung für die Kunstbienale in Beijing
2008 Preis Fondart für Bildende Künste, Chilenische Regierung
2001 Lobende Erwähnung , erster Platz, im Bereich Graphik, Zweiter Studentensalon, Universität Finis Terrae, Santiago, Chile

SEMINARE UND KURSE

2007 Kunstatelier Eugenio Dittborn. Santiago, Chile
2002 - 2003 Literaturwerkstatt, Die Schönheit des Denkens, unter der Leitung von Cristián Warnken. Santiago, Chile
2000 Workshop Objekt-Abbildung, unter der Leitung der argentinischen Künstlerin Matilde Marín, Santiago, Chile
1999 Workshop Abbildung-Instalation, unter der Leitung des uruguayischen Künstlers Rimer Cardillo, Santiago, Chile
1998 - 1999 Seminar Schmelztechnik, unter der Leitung von Roberto Bascuñan. Santiago, Chile

STELLUNGNAHME DER KÜNSTLERIN

Meine visuellen und konzeptionellen Erkundungen basieren auf der Konstruktion von Mechanismen, die bei dem Betrachter optische Täuschungen hervorrufen, eine visuelle Irreführung in der Wahrnehmung des Bildes produzieren. Sie zielen darauf, einen fragenden Blick auf das, was wir sehen, zu provozieren und in Frage zu stellen, was wir wahrnehmen, in dem sie verschiedene Ansätze oder Blickpunkte zu ein und demselben Ereignis bieten und dabei den Beobachter einbeziehen als dynamischen Akteur im Akt der Kontemplation und nicht allein als statischen Betrachter. Diese Strategie habe ich in verschiedenen Formaten und Medien entwickelt, sowohl in den Fresnel-Arbeiten (gefaltete Strukturen mit unterschiedlichen Bildern als Druck auf den Oberflächen) wie auch zur in den „Indexed Series“ (Artisticity Index; Homunculus und andere).

Diese Arbeiten haben einen visuellen Bezug zu dem Bereich der Medizin und der Klassifikation von medizinischen Präparaten oder chemischen Stoffen, die in Reihen von Glasbehältern in Regalen arrangiert werden. Das Format entsteht unter Verwendung einer Vielzahl von Fragmenten, die von berühmten historischen Gemälden genommen (Körperteile, in der Größe angepasste Körper etc.), ausgedruckt und in wassergefüllte Flaschen eingesetzt werden.

Das Ziel dieses Ansatzes ist es, jedes Fragment als ein Element zu zeigen, das einen bestimmten Stil und dessen Epoche repräsentiert und dadurch eine ganze Reihe von spezifischen „Anschauungen“ eröffnet, die aufeinander bezogen sind durch eine Strategie der „Amputation & Exhibition“. Dabei werden sie in eine Beziehung von Gleichwertigkeit gesetzt - ohne Rücksicht auf ihren ursprünglichen Kontext.

In formalen Begriffen steht jedes Fragment für eine bestimmte Anschauung, die in ihrer Individualität eine Art von „Aura“ erwirbt. Die Gesamtzahl dieser Fragmente konstituiert eine panoptische Synthese des Ganzen. Ziel ist es einen gewissen balancierten Zustand zwischen Einheit und Vielfalt, zwischen dem Ganzen und dem Fragment herzustellen, Zustände, die abhängig vom der relativen Position des Beobachters zu dem Werk, variieren. Zusammenfassend: das Konzept der „Anschauungen“, verstanden als eine Form von Interpretation, und dessen Verbindung zu dem Phänomen der optischen Täuschung, steht für eines der Hauptthemen meiner künstlerischen Arbeit.